Hey Leute,
Da fange ich doch am Besten mal damit an von den Weinbergen zu berichten oder? nach dem ich die wunderschoene aber meiner Meinug nach viel zu fruehe Faehrueberfahrt von Wellington nach Picton gut ueberstanden hatte und ebenso gluecklich von Picton nach Blenheim getrampt war, war erstmal Essig mit Glueck... Laine und Craig (die beiden Amerikaner aus Whangarei) die ich eigentlich dort treffen wollte, hatten leider kein Handy und hatten auf meine letzte E-Mail noch nicht gantwortet. Also machte ich mich daran, mich nach einem geeigneten Backpacker's umzuschauen. Leider war in Blenheim gerade Hochsaison in Sachen Arbeit und daher nahezu jedes Hostel in der Gegegend ausgebucht. Dies zwang mich dazu, ca. 1,5 Stunden durch dieses Kaff zu irren um dann erstmal in einem Cafe Pause zu machen einen Cappucino zu trinken und in Ruhe mein BBH Heft durchzugehen, wo ich denn noch einen Schlafplatz finden koennte.
Ich entschied mich dann nach einem zweiten Cappucino fuer das Grapevine Backpacker's, welches dann auch fuer die naechsten 5 Wochen mein Zuhause werden sollte.
Im Grapevine angekommen und eingecheckt, traf ich dann Tom, den ersten von vielen sympatischen Deutschen, die ich in meiner Zeit dort kennenlernen sollte.
Mein naechstes Interesse nach dem Schlafplatz (in diesem Fall ein Bett im 'dritten Stock' des Hochbettes in unserem 5 Personen Schlafraum) galt vernuenftiger Verpflegung, was sich ob meiner Geldlage nur durch Arbeit bewerkstelligen liess.
Also sprach ich mit einigen anderen Deutschen - im Grapevine waren fast nur Deutsche - und traf dabi auf Andi aus der naehe von Freiburg, der mir anbot, mich am naechstem Morgen seinem Arbeitgeber oder Contractor vorzustellen. Gesagt getan... am naechstem Morgen um 7 Uhr stand ich mit ihm an der stelle, an der er abgeholt werden sollte und wurde dann, nach einer kurzen ueberpruefung meines Visums gleich mit eingeladen und in Richtung der Weifelder transportiert.
Hier lernte ich dann gleich die Erste und auch anstrengenste Aufgabe kennen, die wir reisenden Gastarbeiter so zu erledigen haben wuerden. Das Budrubbing! dabei geht es darum, mit einem Gummihandschuh die Staemme der Weinpflanzen abzureiben um die Knospen und Triebe abzubrechen, damit diese der Pflanze keine wertvolle Energie nehmen. Diese Arbeit verrichteten wir dann die naechsten Wochen von Montag bis Freitag wobei die Arbeit Montags recht haeufig ausviel, da es aus irgendeinem Grund immer am Montag regnete und bei Regen nicht gearbeitet wurde. Nichts desto Trotz hatte ich nach drei Tagen einen ganz passablen Muskelkater und knapste immer ncoh mit meinem Geld, da wir immer erst eine woche spaeter bezahlt wurden.
Ansonsten gestaltete sich die anfangszeit eher ereignislos, wobei mir etwas Entspannung ganz recht war. Als dann das Geld kontinuierlicher floss, kamen dann auch die Parties und freizeitaktivitaeten wieder dazu und die Zeit in Blenheim wurde immer angenehmer. Die Arbeit war zwar hart aber man konnte den Tag bei grossartigem Wetter und mit unglaublichem Panorama draussen verbringen. Die Aufgabe des Budrubbings wurde dann irgendwann von Shootthinning und Wirelifting abgeloest, was bei weitem nicht mehr so anstrengend, dafuer aber deutlich langweilliger war. Im grossen und ganzen ging es dabei darum, ueberschuessige Triebe vom oberen Teil der Pflanze abzureissen und die Draehte, die die Pflanze stuetzen sollen, anzuheben, da die pflanzen ja wachsen und damit die Draehte in hoeerer Lage brauchen.
Nicht wirklich anspruchsvoll aber man ist immernoch draussen und kriegt schliesslich Geld dafuer.
Aber alles hat ein Ende und so ging es dann am letzten Sonntag mit Jonie einem weiteren Deutschen aus der Naehe von Freiburg weiter nach Kaikoura und endlich fort von den Weibergen. In Kaikoura verbrachten wir dann zwei sehr entspannte Tage bei eher maessigem Wetter (das uebrigens immernoch anhaelt) und nutzten die Zeit um etwas Brot zu backen. Endlich wieder richtiges Brot!! mit koernern und vor allem mit einer Konsistenz, die nicht an einen Spuelschwamm erinnert.
Heute morgen verliessen wir dann Kaikoura und machten uns nach einem Oelwechsel an seinem Auto auf nach Christchurch, wo ich gerade in einem Internetcafe sitze und euch von meinen Erlebnissen berichte. Weiter habe ich noch nicht viel geplant, bis auf die Tatsache, das ich Weihnachten und Sylvester zusammen mit vielen Leuten aus Blenheim in Queenstown verbringen werde. Bis dahin wird jetzt noch etwas ueber die Suedinsel getourt.. die Route muessen wir heute noch planen oder wenigstens grob umreissen.
Tja soviel zu meinen letzten Erlebnissen und meiner ersten laengeren Arbeit hier in Neuseeland.
es gruesst euch euer Weltreisender
Paul
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